Terrarienbau-Dokumentation Terrarium für einen Pazifikwaran (Varanus indicus ssp.) DaHar.de Aquaristik Süßwasser - Zierfische, Garnelen, Krebse Das Einrichten eines Aquariums Generell hilft es sich im Vorfeld bewusst zu machen, was für Tiere man pflegen möchte. Krebs - oder Garnelenquarium, Gesellschaftsaquarium für Fische, Biotopbecken, wie bspw. Südamerikabecken, Artbecken für spezielle Tiere. Im Normalfall gilt für ein Aquarium je größer desto besser. Der biologische Kreislauf läuft dann stabiler. Manchmal kann es zu Kontroll- oder Zuchtzwecken auch sinnvoll sein, ein nicht zu großes Becken zu wählen. Hat man sich für die Beckenmaße und einen geeigneten Standort, der bei normaler Zimmertemperatur keiner zu großen Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein sollte, entschieden, kann es an das Einrichten gehen. Es empfiehlt sich das Becken einmal mit einem feuchten Lappen auszuwischen. Zuerst gilt es sich für eine Rückwand zu entscheiden. Bei den zu bevorzugenden Strukturrückwänden bedient man sich Aquariensilikon (kein normaler, weil dieser giftige Fungizide enthält!), um sie zu befestigen. Man lässt das Ganze 24 Std. durchtrocknen. Dann bringt man Aquarienkies (darf keine Härtebildner abgeben!) oder Sand (zB mit reinem Wasser gewaschenen Sand aus dem Baumarkt oder besser Aquarienhandel) min. 3-4 cm hoch ein. Bei größeren Becken lohnt sich das Anlegen von Terrassen, so dass man im hinteren Beckenbereich eine Bodenhöhe von 5-7 cm und mehr wählen kann. Bei Verwendung von Sand sollte man zuerst 10 cm Wasserstand in das Becken bringen, so dass keine Lufteinschlüsse entstehen, die später Fäulnisprozesse auslösen. Zudem sollte man in der oberen Bodenschicht einen Depotdünger einbringen, der später Pflanzen mit Nährstoffen beliefert, vor allem diejenigen, die nur über die Wurzeln Nährstoffe aufnehmen. Im nächsten Schritt wird das Becken zur Hälfte mit Wasser befüllt. Im Normalfal mit Leitungswasser, bei Pflege besonderer Arten ggf. mit entsprechend aufbereitetem Wasser. Sodann werden die Pflanzen ins Becken eingesetzt. Es ist sehr zu empfehlen, möglichst viele schnell wachsende Pflanzenarten einzusetzen, um übermäßigem Algenwuchs entgegenzuwirken, das Becken stabil zu bekommen und Schadstoffe effektiv abbauen zu können. Hierbei sollte man schon grundlegend darauf achten, die Pflanzen optisch ansprechend aufzuteilen. Das Becken kann nun vorsichtig ganz mit Wasser befüllt werden. Nun sollte man bereits einen guten Aquarienvolldünger hinzugeben. Meine Empfehlung: Dennerle oder Dupla. Man nimmt nun die technischen Geräte in Betrieb, vor allem Filter, Heizstab und Beleuchtung. Die Beleuchtung unbedingt an eine Zeitschaltuhr anschließen, die das Licht 11-12 Std täglich immer zur gleichen Zeit anschaltet. Das ist für einen funktionierenden Rhythmus notwendig. Filter und Heizer dürfen nie abgeschaltet werden. Vorteilhaft ist es, wenn man z.B. von einem Aquarianer eingefahrenes Filtermaterial bekommen kann, um den Filter mit Bakterien anzuimpfen. Ansonsten heißt es in der Einfahrphase Finger weg vom Filter! Diesen keinesfalls in den ersten Wochen reinigen. Zumindest in den ersten 7 Tagen sollten keine Fische eingesetzt werden. Wirbellose wie Schnecken, vor allem Turmdeckelschnecken die den Bodengrund “gesund” halten und Garnelen können bereits nach 4-5 Tagen einziehen. Die Wirbellosen reagieren nur auf giftiges Ammoniak, das aber nach wenigen Tagen bereits effektiv von Bakterien abgebaut wird, während die Fische nicht nur auf Ammoniak, sondern auf Nitrit mit schweren Organschäden oder Tod reagieren. Bis Nitrit in ungefährlicheres Nitrat umgewandelt wird dauert es einige Tage länger. Wichtig ist es deshalb, sich für die Einfahrphase einen Tropfen- Nitrittest zu besorgen (wenige € die sich lohnen). Ist der Nitritwert nach 1 Woche noch nahe 0 mg/l kann man ein wenig Futter ins Becken geben, das dann den Schadstoffanbau anregt. In der 2. Woche können aber auch bereits erste Fische einziehen. Wichtig ist es, mit ganz wenigen zu starten wenig zu füttern, damit die Bakterien mit ihren Aufgaben wachsen können. Unbedingt täglich Nitrit messen! Bei einem Anstieg der Werte sofort 50-80% Wasser wechseln. Verläuft hingegen alles normal, d.h. die Fische sind gesund und der Nitritwert bleibt nahe 0, kann eine Woche später, also ab der 3. Woche mit weiterem Fischbesatz fortgefahren werden. Die Besatzerhöhung muss schrittweise erfolgen, damit alles weiter gut verläuft. Regulär kann man nach 2 Wochen ruhig mit den ersten Wasserwechseln starten, die je nach Beckengröße zwischen 30-50% groß sein sollten. Den Filter lässt man, sofern er nicht völlig verstopft ist, die ersten 4 Wochen am besten in Ruhe. Einen großen Bio- oder Außenfilter kann man getrost mehrere Monate ohne Reinigung arbeiten lassen. Je mehr Mulm und Bakterien sich bilden, desto sicherer ist der Schadstoffabbau. Beim Bestaz sollte man langfristig denken: Was verträgt sich, was passt von den Wasseransprüchen her zusammen, die ich auch erfüllen kann. Niemals sollte man sich auf den freundlichen Menschen im Zoofachhandel alleine verlassen. Die eigene Recherche im Internet und guten Büchern (!) ist unabdingbar. Alle 1-2 Wochen wechselt man nun einen Teil des Wassers, reinigt die Scheiben, füttert und kontrolliert täglich die Tiere, reinigt alle paar Wochen bis Monate den Filter. Wasserwerte müssen künftig nur noch bei Auffälligkeiten und Problemen gemessen werden. Dokus: Aufzucht Apistogramma borelli (Borellis Zwergbuntbarsch) Aufzucht Corydoras paleatus (Marmorierter Panzerwels) Aufzucht Carinotetraodon travancoricus (Zwergkugelfisch) Tipps und Tricks: Das Einrichten und Einfahren eines Aquariums Die Wasserwerte Technik: Beleuchtung, Filter, Heizung ... Der Wasserwechsel