Terrarienbau-Dokumentation
Terrarium für einen
Pazifikwaran
(Varanus indicus ssp.)
DaHar.de
Aquaristik
Süßwasser - Zierfische, Garnelen, Krebse
Der Wasserwechsel
Allgemeines
Es handelt sich um die wohl wichtigste Pflegemaßnahme im Aquarium.
Auch wenn einige alte Hasen “Altwasserbecken” betreiben, die ohne jegliche
Wasserwechsel auskommen, ist das für Ungeübte ebenso wenig
empfehlenswert, wie es für alle Aquarien geeignet ist.
Die Häufigkeit und der Umfang der Wasserwechsel hängen stark von der
Aquariengröße, der Intensität des Besatzes, der Fütterung und der Bepflanzung
ab.
Zweck
Mit einem Wasserwechsel werden Nitrat- und Phosphatwert gesenkt (gutes
Frischwasser vorausgesetzt), die Keimdichte gesenkt und viele Stoffe
ausgetauscht.
So kann es zu Zuchtzwecken mancher Arten nötig sein täglich durch kleine
Wasserwechsel die Regenzeit zu simulieren. Auch in Aufzuchtbecken sollte
einem niedrigen Nitratwert zuliebe u.U. häufiger Wasserwechsel gemacht
werden.
Auch für den Pflanzenwuchs ist ein regelmäßiger Wasserwechsel, unter
zusätzlicher Spezialdüngung, förderlich.
Wie oft?
Bei kleinen Aquarien (54 L und darunter) haben sich wöchentliche
Wasserwechsel von ca 30% bei mir bewährt.
Bei größeren Aquarien, etwa 200 oder 300 L Becken bin ich bisher hingegen
auch immer gut mit zweiwöchigen Wasserwechselintervallen gefahren. Dabei
werden 25-35% des Wassers ausgetauscht. Oft kann mehr nötig und nützlich
sein.
Diese Intervalle beziehen sich auf nicht zu stark besetzte Aquarien, die gut
bepflanzt sind (Pflanzen verbrauchen Nitrat u Phosphat!), gut gefiltert werden
und bei durchschnittlicher, täglicher Fütterung.
Wasseraufbereiter
Hierbei verwende ich Wasseraufbereiter. Auch wenn die Notwendigkeit häufig in
Foren kritisiert wird, macht der ein oder andere ein erstauntes Gesicht, wenn es
zu Problemen kommt. Der Wasseraufbereiter bindet etwa für die Tiere
gefährliches Chlor (im Leitungswasser zur Keimbeseitigung enthalten) und
Kupfer (wird zwangsweise aus unseren Wasserleitungen mitgeschwemmt) und
andere Schwermetalle. Insbesondere für Garnelen, Welse aber auch viele
andere wirkt Kupfer schnell tödlich!!
Wasser zu hart (hohe Gesamthärte)
Zudem nutze ich Osmosewasser, da mein Leitungswasser einen zu hohen
Härtegrad aufweist (GH etwa 14, KH 13) und mische es dann mit
Leitungswasser, um die gewünschten Werte von GH 5, KH 4 zu erreichen.
(Siehe hier zu das Thema “Die Wasserwerte“). Die Mischung kontrolliere ich
mittels eines digitalen Leitwertmeßgerätes (Osmosewasser = 60 µS/cm, mein
Leitungswasser = 450 µS/cm, mein Wechselwasser möchte ich bei 280 µS/cm
haben, weil es dann GH 5 u KH 4 aufweist (per Tropfentest ermittelt)).
Wasserzusätze & Düngung
Zudem gebe ich in das Wasser, das in einer Regentonne gesammelt und
gemischt wird, ein Säckchen Torf (ungedüngten Aquarientorf!!). Dieser säuert
das Wasser in natürlicher Weise an und gibt wertvolle Huminsäuren ab.
Zusätzlich gebe ich auf 80-90 L Frischwassergemisch 20 ml
“Mangroven/Torfextrakt” und eine Kappe Eichenextrakt (senkt den pH Wert).
Diese Maßnahmen sind nicht für alle Fische notwendig und hängen vom Bestatz
ab!
Einen Tag nach dem Wasserwechsel im Aquarium ist der Wasseraufbereiter mit
Schwermetallen/Chlor gebunden. Dann kann wieder gedüngt werden, dies
sollte auch geschehen, um die Pflanzen vor Mangelerscheinungen und
Kümmerwuchs zu schützen. Wichtig ist hierbei spezieller, hochwertiger
Aquariendünger. Die besten Erfahrungen hierbei habe ich mit dem Dupla Plant
System, aber auch Ferradrakon/Daydrakon von Drak gemacht.
Wichtig: Temperaturschwankungen
Temperaturschwankungen nach dem Wasserwechsel können die Fische
vitalisieren und viele sogar zur Fortpflanzung anregen. Das bedeutet aber nicht,
dass man eiskaltes Wasser benutzen soll! Das Frischwasser lieber sammeln (zB
Regentonne oder Kanister) und auf Zimmertemperatur erwärmen lassen. Wenn
das Aquariumwasser dann um 1-2° kühler wird, genügt das völlig!
Auch im Sommer sollte man bei Wasserwechseln zur Abkühlung mit zu kaltem
Wasser vorsichtig sein. Gerade empfindliche Tiere und Jungfische können sich
tödliche Schwimmblasenentzündungen zuziehen.
Aus eben diesen Gründen sollten Wasserwechsel also auch nicht zu groß sein,
denn wenn auf einmal 80% des Wassers gegen frisches getauscht würden,
käme es unweigerlich zu größeren Temperaturschwankungen.
Eine Ausnahme bilden die Erste-Hilfe-Maßnahmen im Falle eines Nitritpeaks
(noch nicht eingefahrenes Aquarium besetzt, keine nitritabbauenden Bakterien
vorhanden), der sonst für die Fische definitiv tödlich ist; infolge können und
müssen hier große Wasserwechsel durchgeführt werden!
Dokus:
Aufzucht Apistogramma borelli
(Borellis Zwergbuntbarsch)
Aufzucht Corydoras paleatus
(Marmorierter Panzerwels)
Aufzucht Carinotetraodon
travancoricus (Zwergkugelfisch)
Tipps und Tricks:
Das Einrichten und Einfahren eines
Aquariums
Die Wasserwerte
Technik: Beleuchtung, Filter,
Heizung ...
Der Wasserwechsel